Frankfurt History App

Die Geschichte der Stadt direkt vor Ort erkunden

Die Frankfurt History App eröffnet neue Zugänge zu den historischen Spuren der Stadt: Sie verbindet Orte mit persönlichen Geschichten, historischen Aufnahmen, Videoclips und Audio-Rundgängen. Die heutige Stadt ist der Ausgangspunkt, von dem sich Nutzer*innen mit der App aktiv durch die Geschichte navigieren können. Sie bietet geschichtliches Wissen für unterwegs: zur schnellen Erkundung der näheren Umgebung oder für längere Stadtrundgänge. Dieses Wissen wird ständig partizipativ erweitert, neue Themen und Orte können von Nutzer*innen ergänzt und auch Rundgänge können selbst zusammengestellt werden. Aktuell gibt es zwei große Themenbereiche: Frankfurt und der Nationalsozialismus, Revolution 1848/49. Kleine, epochenübergreifende Themen finden sich im dritten Layer "Frankfurt Stories". Die App wird vom Historischen Museum Frankfurt betreut und bietet eine offene und nachhaltige Vermittlungs-Plattform für Initiativen, Vereine, Museen und Archive.

Mit der App in der Stadt. Foto: HMF, Katharina Böttger

Mit der App in der Stadt. Foto: HMF, Katharina Böttger

App Inhalte & Funktionen

  • Per GPS zeigt die App Orte in der Nähe
  • Turn-by-turn Navigation
  • Fundierte Hintergrundinformationen, Videoclips und historische Bilder
  • Über 1.000 Orte zu Frankfurt im Nationalsozialismus
  • Wachsende Sammlung von historischen Points of Interest
  • Historisches Kartenmaterial
  • Kuratierte Audio-Rundgänge für 30-60 Minuten
  • Mit einem Account können Vermittler*innen selbst Rundgänge anlegen
  • Eine nachhaltige App für alle Frankfurter Geschichtsthemen

Themenlayer: Frankfurt und der Nationalsozialismus

Über 1.000 Orte zur nationalsozialistischen Vergangenheit hat das Historische Museum Frankfurt mit dem Institut für Stadtgeschichte und zivilgesellschaftlichen Initiativen zusammengetragen. Diese Orte sind alle auf einer Stadtkarte verortet. Schon auf den ersten Blick ist zu sehen, wie sehr sich der Nationalsozialismus in die Stadtgeschichte eingeschrieben hat. Auf der Karte werden Orte der Verfolgung, Orte des Widerstands und der „Volksgemeinschaft“ unterschieden. Auch Stolpersteine und Denkmale sind in der App sichtbar. Die Inhalte zeigen verschiedene Perspektiven von Betroffenen auf: Jüdinnen und Juden, Roma und Sinti, Zwangsarbeiter*innen, Menschen mit Behinderung, queeren Personen. Sie erzählen Geschichten von politischem und religiösem Widerstand oder von unangepasstem Verhalten wie im Fall der Swing-Jugend.

„Tag der nationalen Arbeit“ am 1. Mai 1933 auf dem Römerberg, Foto: HMF, Leonhard Kleemann

„Tag der nationalen Arbeit“ am 1. Mai 1933 auf dem Römerberg, Foto: HMF, Leonhard Kleemann

Themenlayer: Revolution 1848/49

1848/49 erstritten und erkämpften mutige Bürger*innen und visionäre Parlamentarier das Fundament unserer heutigen Verfassung und Demokratie. Frankfurt war in diesen Jahren eines der Zentren der Revolution in Deutschland. Das Institut für Stadtgeschichte hat die revolutionären Orte in die App gebracht. Drei Rundgänge führen zu den Schauplätzen der Revolution, den Treffpunkten der Fraktionen und den Szenen der Septemberunruhen.

Erstürmung der Barrikade Konstablerwache 18. September 1848

Erstürmung der Barrikade Konstablerwache 18. September 1848

Themenlayer: Frankfurt Stories

Die Frankfurt Stories ermöglichen einen kurzen und epochenübergreifenden Einblick in die unterschiedlichsten Themen rund um die Frankfurter Stadtgeschichte. Nach und nach werden hier verschiedene Rundgänge, Biografien und Orte hinzugefügt. Der erste Inhalt des Layers ist das Frankfurt zur Zeit des Zeichners Carl Theodor Reiffenstein (1820-1893). Der gebürtige Frankfurter hinterließ eine unglaubliche Menge an Zeichnungen, Aquarellen und Manuskripten. Mit einer digitalen Auswahl seiner Werke und einem Audio-Rundgang können App-Nutzer*innen eintauchen in die Frankfurter Altstadt des 19. Jahrhunderts.

Reiffenstein_Nürnberger Hof-heute

Reiffenstein_Nürnberger Hof-heute

Audio-Rundgänge

Ergänzend zu den Orts-Geschichten wurden auch Rundgänge produziert die inklusive und innovative Zugänge zum Thema eröffnen. Für das Thema Frankfurt und der Nationalsozialismus haben wir in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Frankfurt eine Tour in Leichter Sprache zum Gräberfeld der „Euthanasie“-Opfer auf dem Frankfurter Hauptfriedhof entwickelt. Die Frankfurter Künstlerin Katharina Müller hat eine zeichnerische Annäherung und Erkundung von Gedenkorten gestaltet. Mit Rundgängen, Biografien und vertiefenden Inhalten auf Deutsch und Englisch ist die App ein flexibles Vermittlungsangebot für ganz unterschiedliche Zielgruppen wie etwa Schulklassen und Tourist*innen.

Beim Launch-Wochenende waren alle Beteiligten eingeladen. Foto: HMF, Stefanie Kösling.

Beim Launch-Wochenende waren alle Beteiligten eingeladen. Foto: HMF, Stefanie Kösling.

Machen Sie mit!

Die Frankfurt History App bietet verschiedenen Möglichkeiten zur Erweiterung und Beteiligung. Nach dem Prinzip der geteilten Expertise können Sie fehlende Inhalte zu bestehenden Themen ergänzen. Sie können auch eigene Rundgänge für Ihre Lerngruppe erstellen. Oder einen ganz neuen Themenbereich gemeinsam mit uns und berlinHistory e.V. entwickeln und in der App veröffentlichen.

Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail.

Betreuung & Förderung

Die Frankfurt History App ist ein Projekt der Bildungsagenda NS-Unrecht von Oktober 2021 bis Dezember 2022, gefördert von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und des Bundesministeriums der Finanzen finanziert. Sie wurde im Kooperationsprojekt „Frankfurt und der Nationalsozialismus“ mit Beteiligung vieler Initiativen und Partner*innen umgesetzt. berlinHistory e.V. hat die App technisch entwickelt, basierend auf dem genossenschaftlichen Prinzip und Vorbild der berlinHistory App. Konzept und Design wurden von Studio Good erstellt. Für die Zukunft sind thematische Erweiterungen in Zusammenarbeit mit Frankfurter Partner*innen geplant.

Partner

Historisches Museum FrankfurtHistorisches Museum Frankfurt
Institut für Stadtgeschichte FrankfurtInstitut für Stadtgeschichte Frankfurt
Jüdisches Museum FrankfurtJüdisches Museum Frankfurt

Fördernde

Ein Projekt der Bildungsagenda NS-Unrecht von Oktober 2021 bis Dezember 2022,

gefördert von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ)

und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF).

Bundesministerium der FinanzenBundesministerium der Finanzen
Stiftung EVZStiftung EVZ