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Forschung zur Geschichte der Zeugen Jehovas
Mi, 29. Juni 2022 —— 14:00 - 16:00

Themenführung „Frankfurter Zeugen Jehovas im NS“

„Frankfurter Zeugen Jehovas im NS“
Verbot - Verhaftung - Verfolgung

Eintrittspreis: Eintrittspreis des Museums-Ticket
Ticket – Kauf und Reservierung:  
Anmeldung über: info@geschichte-jz-ffm.de
Mehr Informationen über die Intitiative finden Sie unter:
www.geschichte-jz-ffm.de

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Deutsches Filmmuseum
Mi, 29. Juni 2022 —— 20:15 - 22:15

KATZBACH

Deutschland 2022. R: Heiko Arendt. Dokumentarfilm. 93 Min. DCP

Zu Gast im Kino: Thomas Altmeyer und Regisseur Heiko Arendt über KATZBACH (Frankfurt und der NS)
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In seinem neuen Dokumentarfilm thematisiert der Regisseur Heiko Arendt das Leben der Häftlinge in dem Konzentrationslager mit dem Tarnnamen Katzbach. Ein Konzentrationslager mitten in der Stadt, in den Frankfurter Adlerwerken, im Stadtteil Gallus. Unter Verwendung von Texten des polnischen Journalisten Janusz Garlicki, gesprochen von dem Schauspieler und Regisseur Jochen Nix, erinnert KATZBACH an Garlickis Haftzeit.

Wie zahlreiche deutsche Unternehmen beschäftigten auch die Frankfurter Aderwerke ab Sommer 1944 KZ-Häftlinge in der Rüstungsproduktion und errichteten für deren Unterbringung ein KZ-Außenlager auf Ihrem Firmengelände. Insgesamt 1616 Häftlinge, die zum großen Teil aus Polen, aber auch aus der Sowjetunion, Deutschland, Österreich, Jugoslawien, Frankreich und der Tschechoslowakei stammten, wurden dort unter sich stets verschlechternden Bedingungen zu mörderischer Zwangsarbeit eingesetzt. Die Todesrate war mit 527 in Frankfurt verstorbenen Häftlingen besonders hoch. Nur knapp 40 Überlebende wurden am 29. April 1945 im KZ-Dachau von der US-Armee befreit.

Auf sich allein gestellt, erlebt der 21-jährige Garlicki im Sommer 1944 den Beginn des Warschauer Aufstands gegen die Besatzer. Er wird festgenommen und nach Frankfurt am Main in das KZ Außenlager Katzbach verschleppt. Mit viel Glück überlegt er das Martyrium. In seinen Erinnerungen, die in deutscher Sprache unter dem Buchtitel Von der Wahrscheinlichkeit zu überleben im Jahr 2021 erschienen, beschreibt er die Auswirkungen von Gefangenschaft, Erniedrigung und Mangelversorgung auf die Häftlinge. Er gibt Einblicke in ihre Verzweiflung, ihre Sehnsucht nach Freiheit, der Heimat und der Familie.

Janusz Garlicki (1923-2015) war Journalist und von 1963 bis 1980 Chefredakteur der Gazeta Pomorska. Er veröffentlichte Gedichte. In den 1980er Jahren begann er, seine Erinnerungen an die Zeit im Konzentrationslager aufzuschreiben.

Tickets über: Kino des DFF - KATZBACH

 

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